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OK 24 Zinskommentar

Zinskommentar im Mai 2021

Die durch Corona noch verstärkte Lust der Deutschen aufs Eigentum ist ein wahres Fest für Anbieter von Baukrediten. Das Dilemma der Käufer: Zinsen sind niedrig, Eigenkapital oft Mangelware. Und die EZB bleibt still – noch. Unser Kommentar im Mai 2021.

Die Zinsen waren und sind niedrig, und Covid-19 befeuert sogar Baufi-Boom. Mit einem Volumen von knapp 1,4 Billionen Euro waren Kredite für den Immobilienerwerb die größte Kreditkategorie in Deutschland. Baufinanzierungen stellen mittlerweile deutlich mehr als 40 Prozent aller vergebenen Kredite – weit vor Unternehmenskrediten.

Höchste Baukredite seit fast 15 Jahren

2020 wuchs der Kreditbestand um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – der höchste Zuwachs der letzten 15 Jahre. High und Low waren bisher das Jahr 2019 mit einem Wachstum von 5,7 Prozent und das Jahr der Finanzkrisen 2008 mit minus 0,9 Prozent. Interessant ist der Blick auf die einzelnen Bundesländer: In der Hauptstadt Berlin legten die Kredite mit 9,6 Prozent 2020 am stärksten zu. In Bremen dagegen lag das Kreditwachstum 2020 lediglich bei 3,6 Prozent.

Immobilienkauf: nicht mehr, aber teurer

In Berlin wurde also mehr Eigentum erworben wie sonst nirgends? Eher nicht! Denn der Anstieg des Neugeschäfts hat viel mit dem Preisanstieg auf den Immobilienmärkte zu tun. Es wird wohl nicht mehr gekauft oder gebau, dafür aber teurer.

Eine Folge des knappen Angebots und weiterer Gewinnspekulationen. Für viele Käufer ist die aktuelle Marktsituation eher ein Dilemma: In den vergangenen Monaten hatten die Immobilienzinsen leicht angezogen. Kredite wurden sogar teurer, gleichzeitig fehlt vielen das nötige Eigenkapital, um zumindest die Nebenkosten wie Grunderwerbssteuer, Notargebühren und Maklerkosten zu bezahlen.

Finanzierung: günstige Zinsen, aber kaum Eigenkapital

Für Nebenkosten Kapital zu bilden war schon in den vergangenen Jahren nicht einfach – und heute? Die Nullzinspolitik der EZB beeinflusst weiterhin nicht nur die Bauzinsen, sondern ebenso die Guthabenzinsen. Mit Festgeld, Tagesgeld, Sparplänen und Co. Lässt sich nicht mehr viel verdienen. Das zurückgelegte Geld für die Traumimmobilie will nicht mehr werden – wirklich vermehren lässt es sich nur noch an der Börse – mit bekannten Risiken.

Wer seine Aktien, Fonds oder ETFs beispielsweise Mitte 2020 zu Eigenkapital machen wollte, hatte den falschen Moment erwischt: Nach dem Ausbruch der Pandemie fielen die Aktienkurse ins Bodenlose – auch, wenn du dein Geld auf weltweite, breit streuende Indizes gesetzt hast, wäre am Ende ein Minus geblieben. Heute sieht es zum Glück wieder besser aus: Seit Dezember 2020 haben sich die meisten Kurse wieder vollständig erholt.

Interhyp Umfrage: Familie, Freunde und Co. als Geldgeber

Der Baufinanzierungsvermittler Interhyp hat in einer Umfrage herausgefunden, dass mittlerweile rund ein Drittel ihren Immobilienkauf ohne finanzielle Hilfe von Familie oder Freunde nicht durchführen können. 36 Prozent dieser Käufer hätten den Immobilienkauf ohne den Einsatz einer Erbschaft nicht stemmen können. 25 Prozent nutzten eine Schenkung und 23 Prozent erhielten einen privaten Kredit.

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EZB, Kanada und die Zinsen – der kurze Ausblick

Von der EZB ist indessen wenig zu erwarten. Wie die amerikanische Fed hält sie den Ball flach. Auch das Gespenst der Inflation scheint weder Jerome Powell noch Chefin Christine Lagarde zu schrecken. Die wirtschaftlichen Aussichten bleiben vorerst weiter eingetrübt und würgt damit jede Hoffnung auf einen baldigen Kurswechsel der Geldpolitik in der Eurozone ab.

Einzig die kanadische Notenbank scheint sich gegen den Trend zu stellt. Kanadas Impfpolitik ist so erfolgreich, der Arbeitsmarkt erholt sich und die Konjunkturaussichten sind so optimistisch, dass sie erste Ausbruchsversuche aus der Politik der offenen Geldschleusen wagt. Erst mal werden die Anleihenkäufe um eine Milliarde reduziert – und bald vielleicht sogar die Leitzinsen erhöht?

Wir Verbraucher dürfen jedenfalls gespannt sein – auch was die nächste EZB-Zinssitzung am 10. Juni bringt!

Zinskommentar im April 2021

Corona bremst weiter die Welt. US-Präsident Biden erweist sich als stiller Macher – Billionen schwer. Und was läuft in Europa? Unser neuer Zinskommentar - erstmals im April 2021.

USA & Fed – die Geldschleusen bleiben offen

Beispiellos in der US-Geschichte: Wen wundert es beim Zwei-Billionen Konjunkturprogramm des neuen US-Präsidenten Joe Biden, dass auch Fed-Chef Jerome Powell Action zeigen möchte. Die Fed prognostiziert 2021 eine brummende Wirtschaft. Waren es im Dezember 2020 nur 4,2 Prozent, so erwarten die oberen Währungshüter der USA jetzt einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 6,5 Prozent. Gut für Aktionäre: Der Dow Jones erreichte bereits Mitte März ein neues Rekordhoch.

In ihrer letzten Zinssitzung machte die Fed zudem klar: Die Geldschleusen bleiben weiter geöffnet, zunächst wohl mal bis 2023. Der Leitzins liegt in den USA weiterhin zwischen 0,00 und 0,25 Prozent. Auch eine überschießende Inflation wird an dieser expansiven Geldpolitik nichts verändern, das machte Powell bereits am 17. März deutlich. Statt 1,8 Prozent wie im Dezember 2020 zeichnet sich aktuell bereits eine Inflationsrate von 2,4 Prozent ab.

Deutschland & EU – die Inflation steigt deutlich

Das Schreckgespenst Inflation ist auch in der Eurozone noch lange nicht verschwunden. Spüren kannst Du die Inflation beispielsweise an der Tankstelle: In Deutschland wird die Fahrt zur Zapfsäule derzeit besonders teuer. Rund 1,30 Euro kostete der Liter Super zum Jahreswechsel 2021 / 2021. Und nun? Aktuell laufen rund 1,55 Euro Liter Supersprit aus der Geldbörse – satte 20 Prozent mehr. Auch in fast allen anderen Konsum-Bereichen ziehen die Preise deutlich an. Nach monatelangen Inflationsraten um den Minusbereich herum lag die Inflation im Februar im Euroraum bei 0,9 Prozent und in Deutschland gar schon bei 1,6 Prozent.

Nicht wenige Experten erwarten sogar, dass die deutsche Inflation 2021 auf bis zu drei Prozent klettern könnte. Zu dieser Fraktion gehört etwa Bundesbank-Präsident Jens Weidmann, der auch Mitglied im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) ist. Andere meinen, dass sich die Inflation spätestens im Sommer wieder auf ihr altes Niveau begeben hat. Wir werden sehen und es in unserem Portemonnaie spüren.

EZB & Verbraucher – man soll weiter flexibel bleiben

Und was die Europäische Zentralbank (EZB) zu alledem? Für ihre Chefin Christine Lagarde gibt es aktuell offenbar keinen Handlungsbedarf. Dass die Inflation in der Eurozone steigt, kommt ihr sogar gut gelegen. Schließlich ist es seit jeher ohnehin das Ziel der EZB, die Inflation knapp unter der Zweiprozent-Marke zu halten. Auf der letzten EZB-Zinssitzung am 11. März kündigte Lagarde allerdings ein höheres Tempo beim Aufkauf von Anleihen an.

Das Corona-Krisenprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) wird zwar nicht vergrößert, aber das Timing der Anlagenkäufe flexibel gehandelt. Und da waren in der Woche der Zinssitzung eben mal 21 Milliarden dran, statt der 14 Milliarden davor. Von einer Änderung der Leitzinsen spricht jedenfalls derzeit niemand mehr.

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Uns Kreditnehmer und potenzielle Immobilienkäufer kann das alles nur gefallen, da die Niedrigzinspolitik zumindest indirekt die Konsum- und Bauzinsen beeinflusst – sprich: weiter extrem niedrig hält.

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