Kleinkredite wegen Corona – darauf musst Du bei der Geldleihe achten

Kleinkredite wegen Corona – darauf musst Du bei der Geldleihe achten

Corona strapaziert die Kontostände vieler Haushalte. Kleinkredite sind Krisenzeiten eine Option, Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Wir erklären Dir, Worauf musst Du als Kreditnehmer bei der Geldleihe achten solltest.

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Kleinkredite wegen Corona: Nach gut einem Jahr der Pandemie ist die finanzielle Situation bei vielen Menschen in Deutschland angespannt. Kurzarbeit, fehlende Aufträge oder sogar Arbeitslosigkeit führen dazu, dass immer mehr Geldsorgen entstehen. Ein Kleinkredit oder Minikredit kann eine Option sein, Miete, Rechnungen oder Leasingkosten weiter zahlen zu können.

Kleinkredite wegen Corona: Auf den richtigen Anbieter kommt es an

Hausbank oder Direktbank: Ein kurzer Blick ins Internet zeigt – Angebote für Kredite gibt es am Markt mehr als genug. Hier konkurrieren Online-Banken mit regulären Filialbanken und Kreditvermittlern. Manche Experten raten dazu, vor dem Abschluss eines Kreditvertrages auf jeden Fall mit der Hausbank Kontakt aufzunehmen. Schließlich besteht meist ein jahrelanger Kontakt, die Hausbank kennt Deine Bonität und die persönliche Situation.

Ob Du Bei der Hausbank  immer den günstigsten Zinssatz bekommst ist aber mehr als fraglich.

Zinsen und Kreditkosten: Hierbei sind die angebotenen Zinssätze mehr als unterschiedlich. Der Vergleich für Kredite über 5.000 Euro zur freien Verfügung ermöglicht bereits Zinssätze ab läppischen 0,68 Prozent. Diese sind seriös, allerdings solltest Du bei solchen Angeboten stets das Kleingedruckte mit beachten. Denn Banken erheben nicht selten Abschlussgebühren, die zu den Zinsen hinzukommen.

Für Deinen Vergleich immer entscheidend ist der effektive Jahreszins inklusive aller Nebenkosten.

Kleinkredite wegen Corona: Banken bieten sogar Minuszinsen

Minuszinsen: Es gibt sogar Banken, die Dir als Kreditkunde sogenannte Minuszinsen anbieten. Kredite mit Negativzinsen sind Darlehen, bei denen der Zinssatz unter 0 Prozent liegt. Auch hier gilt es genau hinzuschauen: Zum einen sind hier die Abschlussgebühren nicht selten höher als bei anderen Banken, zum anderen dienen solch günstige Kredite zur Datenerhebung potenzieller Kreditkunden, die an Banken weitergegeben werden. Diese werden häufig für bares Geld weiterverkauft. Zudem knüpfen Geldinstitute solche besonderen Zinsangebote an weitere Bedingungen – beispielsweise den Abschluss eines Girokontos bei der Bank.

Kleinkredite wegen Corona: Zwei Möglichkeiten der klassischen Geldleihe

Minikredite & Sofortkredite: Sogenannte Minikredite und Sofortkredite sollen in einer akuten Notsituation aushelfen. Noch sind sie in Deutschland, relativ neu und es gibt nur wenige Anbieter auf dem Markt. Die Höhe von Kurzzeit-Krediten ist in der Regel begrenzt – in der Regel bis zu 1500 Euro. Die Rückzahlung erfolgt innerhalb von ein bis zwei Monaten. Eine echte Chance, denn mitunter kann dies für Dich kostenlos sein. Zahlst Du allerdings solche Kredite nicht pünktlich zurück wird es teuer.

Ratenkredite: Klassische Ratenkredite oder Konsumkredite haben deutlich längere Laufzeiten – zumeist von zwei bis fünf Jahren. Sie ermöglichen Dir somit eine Rückzahlung in Raten, die Du Dir nach Monatsbudget. Zur individuellen Gestaltung solcher Darlehen die vorzeitige Rückzahlung – entweder per regelmäßigen Sondertilgungen oder sogar komplett, falls es die Haushaltskasse hergibt. Diese Möglichkeit bieten heute nahezu alle Banken in Deutschland, allerdings werden hierfür oft Entschädigungszahlungen – auch Strafzinsen genannt – fällig. Diese Klausel unter dem Stichwort Vorfälligkeitsentschädigung solltest Du im Vertrag genau beachten – moderne Direktbanken verzichten hier beim Abweichen von der Standardlaufzeit in der Regel völlig auf zusätzliche Gebühren.

Wichtig bei jedem Kredit ist also die Gesamtrechnung und nicht nur der reine Zinssatz.

Alternativen zu Kleinkrediten wegen Corona: Dispokredit, Abrufkredit & Rahmenkredit, Privatkredit

Dispokredit: Die wohl bekannteste Alternative zum regulären Kredit ist der Dispokredit. In Zeiten finanzieller Unsicherheit der Corona-Pandemie lassen sich viele Banken sogar darauf ein, ihn kurzfristig auszuweiten. Zinsen für den Dispo sind generell höher, müssen allerdings nur so lange bezahlt werden, wie du im Minus bist. Ändert sich Deine Auftragslage oder wird aus Ersparnissen Geld frei, kannst Du das Konto sofort ausgleichen.

Immer beachten: Langfristig ist ein Dispo aber viel zu teuer.

Abrufkredit & Rahmenkredit: Die clevere Alternative zum Dispokredit sind Abrufkredit oder Rahmenkredit. Diese sind eng verwandt mit dem Dispo, auch hier erhältst Du von Deiner Bank einen frei nutzbaren Kreditrahmen, über den Du jederzeit und ohne nervige Beantragung verfügen kannst. Aber: Im Vergleich zum Dispokredit ist der Abrufkredit meist deutlich günstiger – ein klarer Vorteil.

Abrufkredit und Rahmenkredit zählen zu den flexibelsten Kreditarten überhaupt. Als Darlehensnehmer bekommst Du hier von der Bank einen festen Kreditrahmen, der meist automatisch ein bis drei Nettomonatsgehälter umfasst. Sobald Dir Deine Bank diese Kreditlinie freigibt, kannst du als Kreditnehmer täglich über einen beliebigen Kreditbetrag bis zu dieser maximalen Höhe verfügen. Dabei musst Du nicht extra mit Deiner Bank sprechen oder verhandeln.

Beide Kreditvarianten sind also gerade in einer Corona-Notlage hoch flexibel und für alles zu verwenden.

Privatkredit: Kredite von Privat an Privat – das ist die Revolution im Kreditgeschäft. Ob Barkredit, Sofortkredit, Ratenkredit oder ein Kredit für Selbstständige: Online-Plattformen bringen private Kreditnehmer und private Anleger zusammen und übernehmen – meist in Zusammenarbeit mit der krediterfahrenen Banken – die Kreditabwicklung. So erfolgt Deine Finanzierung auf unkomplizierte Art und Weise. Bei guter Bonität sparst du Zinsen und profitierst von der einfachen Abwicklung. Am bekanntesten ist hier auxmoney.

Über zwei Millionen Mitglieder nutzen den größten Online-Kreditmarktplatz Deutschlands bereits für ihre Kredite und auch zur Geldanlage von Privat an Privat.

Kleinkredite wegen Corona: Banken fragen auch hier nach Sicherheiten

Wenn Du Dir Geld leihst, musst Du dieses der Bank gegenüber generell absichern. Regelmäßiges Einkommen Sparverträge, Aktienpakete, Lebensversicherungen oder auch Immobilien kommen hierfür in Frage. Es empfiehlt sich gut zu überlegen, welche Sicherheit Du der Bank abtrittst – schließlich kann der Kreditgeber im Ernstfall darauf zurückgreifen und ausstehende Raten einfordern. Zudem gilt der langweilige Grundsatz:

Je besser Deine Sicherheiten, desto günstiger wird Dein Zins ausfallen.

Schufa-Auskunft: Zur Absicherung bedienen sich Banken der Daten von Auskunfteien – in der Regel der SCHUFA. Von vielen gefürchtet ist insbesondere die sogenannte Schufa-Auskunft. Hierbei handelt es sich um Information zu Deiner Bonität als Kreditkunde, die Banken bei der Wirtschaftsauskunftei Schufa in Wiesbaden einholen. Fällt diese negativ aus, wird Dir die Bank den Kredit in aller Regel verweigern. Hierfür müssen allerdings gravierende Gründe vorliegen: beispielsweise ein gesperrtes Konto, ein nicht zurückgezahlter Kredit, offene Mahngebühren oder laufende Inkassoverfahren. Daher empfiehlt es sich immer, seine aktuelle Bonitätswerte vorab selbst bei der SCHUFA zu erfragen. Unter meineschufa.de ist dies einmal jährlich für alle Verbraucher in Deutschland kostenlos möglich.

Kredite ohne Schufa: Übrigens gibt es auch Kreditangebote ohne Schufa. Diese müssen keinesfalls immer unseriös sein. Bei Angeboten im Internet – insbesondere aus dem Ausland – ist aber höchste Vorsicht geboten. Denn in der Regel gilt:

Wer keine Bonitätsprüfung fordert, lässt sich das erhöhte Risiko an anderer Stelle bezahlen – durch sehr hohe Zinsen und in der Praxis leider auch mit allerlei Sonderforderungen.

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