Kredit-Mythos 1: Der Dispo-Kredit ist deine beste Wahl
Ja, der Dispo auf dem Girokonto ist der unkomplizierteste Kredit von allen. Meist wird er gleich mit der Kontoeröffnung bewilligt und steht dann immer zur Verfügung. Diese Bequemlichkeit bietet allerdings große Gefahren. Wer kennt nicht Bekannte, Freunde oder Kollegen, die mit ihrem Gehaltskonto immer tiefer im Dispo landen und selbst bei regelmäßigem Geldeingang den Kontostand kaum noch ins Plus hieven können? Nein, der Dipokredit ist nicht die erste Wahl!
Dispo ist viel zu teuer: Dispozinsen liegen in Deutschland durchschnittlich fast bei 10 Prozent! Ein Wert, den du bei einem normalen Kredit kaum akzeptieren würdest. Sicherlich fallen die Zinskosten bei einer kurzzeitigen Nutzung hin und wieder nicht ins Gewicht. Wer allerdings seinen Dispo dauerhaft nutzt, zahlt gewaltig drauf.
Dispo kann gefährlich werden: Nicht selten wird der Dispo zum Sog. Der Kontostand rutscht –trotz Gehaltseingänge – immer tiefer ins Minus. Irgendwann ist der Dispo überzogen, die Zinsen werden noch höher, zugleich muss die Überziehung direkt ausgeglichen werden. Am Ende wird das Konto sogar gesperrt.
Tipp: Als Kontoinhaber musst du selbst darauf achten, monatlich einen Betrag zur Tilgung wegzulegen. Grundsätzlich ist ein Ratenkredit zum Ablösen des Dispo immer die bessere Wahl.